Ein Fremdwährungsdarlehen ist eine spezielle Form eines Darlehens mit einem hohen Risiko, dass erst nach einer Vorprüfung der Bank gewährt wird.
Bei einem Fremdwährungsdarlehen wird ein Darlehen in einer fremden Währung wie zum Beispiel Yen, Dollar oder Schweizer Franken aufgenommen. Das Darlehen bekommt der Darlehensnehmer in der gewählten Fremdwährung ausgezahlt aber trägt dabei je nach Währung das entsprechende Währungsrisiko. Mit der Inanspruchnahme eines solchen Darlehens geht man zuätzlich das hohe Risiko einer Devisenspekulation ein. An einen Darlehensnehmer werden extrem hohe Anforderungen gestellt, was die Inanspruchnahme eines Fremdwährungsdarlehens betrifft und zwar muss er lidquide sein und zum Beispiel über eine freie Kapitelsumme verfügen die beispielsweise 10 % des Darlehens entspricht.
Trotz der relativ hohen Risiken ist ein Fremdwährungsdarlehen dennoch interessant, weil die Zinsen in anderen Ländern wie der Schweiz, Japan oder USA niedriger als in Deutschland sind. Allerdings sind die Konditionen je nach Bank recht unterschiedlich und ändern sich jeden Tag. Bevor ein Fremdwährungsdarlehen bewilligt wird erfolgt eine Vorprüfung durch die Bank. Wenn die Vorprüfung positiv verlaufen ist und das Darlehen in Euro oder der Fremdwährung ausgezahlt wurde, muss das aufgenommene Geld zum vereinbarten Tilgungstermin zurückgezahlt in der jeweiligen Währung zurückgezahlt werden und zwar inklusive der Zinsen. Wenn der Devsienkurs zum Zeitpunkt der Rückzahlung höher sein sollte als zu dem Termin wo das Darlehen aufgenommen wurde, verteuert sich der Kredit.
Wenn der Devisenkurs der Fremdwährung fällt muss entsprechend weniger Kredit zurückgezahlt werden. Sollte der Devisenkurs zum Beispiel aber um 25 % steigen müssen für einen 100.000 Kredit satte 25.000 Euro mehr zurückgezahlt werden und wenn der Kurs sinkt fällt die Rückzahlung dementsprechend niedriger aus. Dass gleiche gilt für die Zinszahlungen weil diese ebenfalls in der Fremdwährung zurückgezahlt werden und die Zinshöhe jährlich schwankt.
Wird ein Fremdwährungsdarlehen in Anspruch genommen kann man auch mit der entsprechenden Währung spekulieren. Sollte das Darlehen in der fremden Währung zu einem Zeitpunkt gekauft werden wo beispielsweise der Yen-Kurs niedrig ist und fällt bei der Rückzahlung höher aus, wird ein entsprechender Währungskursgewinn eingefahren und profitiert somit zusätzlich von den schwankenden Devsienkursen. Jedoch kann ein hoher Devisenkursverlust ebenfalls erfolgen, wenn die Währung zum falschen Zeitpunkt gekauft oder verkauft wurde.