Seriöse Heimarbeit lässt sich in Zeitungen, Jobbörsen und im Internet finden. Aber Vorsicht, nicht alle Anzeigen sind unbedingt seriös und lukrativ.
Seriöse Heimarbeit ist heiß begehrt, aber leider gibt es nicht soviel Arbeit, die außer Haus vergeben wird. Inserate, in denen Heimarbeit angeboten wird, gibt es mehr wie genug. Was hinter den Angeboten steckt ist und bleibt so manches Mal unklar. Man kann auch durchaus in eine Falle tappen. In mancher Anzeige wird mit einer Telefonnummer geworben, bei der dann reichlich Gebühren fällig werden, wenn sie angerufen wird. Wiederum eine Falle ist es, wenn Broschüren mit Adressen gegen Entgelt verschickt werden Überhaupt sollte man Vorsicht walten lassen, wenn von der anderen Seite eine Vorleistung verlangt wird.
Auch Schutzgebühren sind meist unseriös. Bei Angeboten mit Vorkassa sollte man die Finger davon lassen. Schicken eine gewisse Anzahl an Jobsuchenden vorab das Geld, ist es sehr einfach, die Firma zu schließen und mit dem eingezahlten Geld abzutauchen. Die Masse macht es. Etwas suspekt sind auch Anzeigen in denen für eine leichte Tätigkeit sehr hohe Verdienstmöglichkeiten versprochen. Um welche Tätigkeit es sich handeln soll, bleibt dabei unklar. Unseriös sind auch Angebote, bei denen erst gar nicht zu erkennen ist, wer dahinter steckt, wenn die Postanschrift oder die Rechtsform fehlt.
Manche Angebote setzen einen Computer mit Internetanschluss voraus, Ziel ist hier mitunter der Verkauf eines teuren Computerprogramms. Der Klassiker unter unseriösen Jobangeboten ist die Montage von Kugelschreibern in Heimarbeit. Heutzutage werden Kugelschreiber rein maschinell hergestellt, es gibt solche Jobs in Heimarbeit gar nicht. Das wirklich Unfaire an diesen Angeboten ist, dass gerade die, die eh schon nichts haben und händeringend nach Arbeit suchen, noch zusätzlich übervorteilt werden. Aber trotz alledem, es gibt sie noch, die seriöse Heimarbeit.
Solche Arbeiten sind übrigens gesetzlich reglementiert. Firmen, die Arbeiten vergeben, müssen sich beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt oder beim Amt für Arbeitsschutz anmelden und dann mitteilen, wen sie mit seriöser Heimarbeit beschäftigen. Von Amts wegen wird dann beaufsichtigt, dass die umfangreichen Sozialleistungen und Mindestlöhne gewährt werden und Kündigungs- sowie Mutterschutz eingehalten werden. Zu der seriösen Heimarbeit zählt recht oft die Büro- und Schreibarbeit. Schreibarbeiten werden entweder per Stück bezahlt oder auch per Stunde. Seriöse Heimarbeit entspricht einem Arbeitsverhältnis mit Zusatzleistungen, Urlaubsgeld, Feiertags- und Heimarbeiterzuschlag.