Der Nettlohn ist das Geld welches nach Abzug der Einkommenssteuer und den hohen Sozialabgaben vom Bruttolohn am Ende eines jeden Monats übrig bleibt.
Wer in Deutschland arbeitet egal ob als Arbeitnehmer, Freiberufler, Beamter, Selbstständiger oder Arbeiter bekommt am Monatsende seinen Nettolohn auf das eigene Bankkonto überwiesen. In den letzten Jahren sind die Sozialabgaben und die steuerliche Belastung trotz einiger Steuerreformen gestiegen wodurch die Nettolöhne gesunken sind.
Jeder arbeitende Bürger hat in diesem Jahr bis Anfang Juli allein für den Staat gearbeitet also Einkommenssteuer und Sozialabgaben gezahlt eher selbst für sich arbeitet. Jemand der weniger als 8.000 Euro jährlich Brutto verdient der zahlt zwar keine Einkommenssteuer aber dafür ist die Belastung durch die Sozialabgaben hoch wodurch wenig Nettolohn übrig bleibt. Die Sozialabgaben umfassen die monatliche Zahlung der Beiträge an die Krankenkasse, Rentenkasse, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung.
Durch einen Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse können jährlich einige hundert Euro gespart werden und kann somit einer teuren Krankenversicherung die zum Beispiel einen Beitragssatz von 14 Prozent hat, entfliehen. Aber den ständig steigenden Beiträgen der angeschlagenen staatlichen Rentenversicherung kann nicht entflohen werden außer es wird der riskante Sprung in die Selbstständigkeit gewagt.
Der Arbeitnehmer mit einem Bruttlohn von über 8.000 Euro und mehr muss eine Einkommenssteuer und Sozialabgaben zahlen. Zwar hat der Staat in den letzten Jahren die Einkommenssteuer gesenkt aber im Vergleich dazu sind die Sozialabgaben gestiegen und dies führt zu immer niedrigeren Nettolöhnen. Eine umfassende Reform des deutschen Sozialsystems würde zu einer spürbaren Senkung der im internationalen Vergleich hohen Sozialabgaben führen allerdings fällt es den regierenden Politikern nicht leicht mit einer solchen komplexen Sozialreform.
Denn im Rahmen einer Sozialreform müssten Leistungen gekürzt, Ausgaben gesenkt und alte Strukturen umgebaut werden aber aufgrund des starken politischen Einflusses der mächtigen Lobbyisten traut sich keiner der regierenden Politiker an ein solches Reformwerk. Der Nettolohn der arbeitenden Bürger würde durch eine solche umfassende Reform des teuren deutschen Sozialsystems aber steigen und die Unternehmen wären bereit mehr Arbeitsplätze zu schaffen.
Mit einem steigenden Nettolohn könnten die arbeitenden Bürger die seit Jahren schleppende Binnenwirtschaft ankurbeln und die Firmen aufgrund der dann gestiegenen Nachfrage nach ihren Produkten oder Dienstleistungen mehr Leute einstellen wodurch die Zahl der etwa fünf Millionen Arbeitslosen sinken würde.