Geldanlage

Wasser rückt als Geldanlage in den Fokus der Investoren

Laufender Wasserhahn
Geldanlage in Wasser | (Quelle: iStockphoto.com/deepblue4you)

Weltweit sind die Trinkwasservorräte am Schwinden. Zunehmend mehr Investoren wittern die Chance, in Zukunft mit Wasser das große Geschäft zu machen.

Ein Finanzexperte lieferte den Autoren und Produzenten von Comedy-Sendungen vor einigen Tagen erstklassiges Material. Als er gefragt wurde, was er Anlegern derzeit raten kann, empfahl er, in Gold und Wasser zu investieren. Mit der Empfehlung, in Wasser zu investieren, hatten zahlreiche Moderatoren die Lacher auf ihrer Seite – denn weshalb sollte man sein Geld in Wasser investieren, wo es doch jede Menge davon gibt?

So lustig die Empfehlung auch klingen mag, so ernst war sie vermutlich gemeint. Was vielen Menschen nämlich nicht bekannt ist, ist die Tatsache, dass die weltweiten Vorräte an Trinkwasser immer kleiner werden. Zwar mag es auf diesem Planeten Unmengen an Wasser geben, doch nur ein verschwindend kleiner Teil davon ist sauberes Trinkwasser.

Die Vorräte an Trinkwasser werden kleiner

Dass die Trinkwasservorräte am Schwinden sind, ist gleich auf mehrere Gründe zurückzuführen. Hierfür zeichnet sich vor allem das rasante Wachstum der Bevölkerung verantwortlich. Es gibt immer mehr Menschen, die Wasser konsumieren – dadurch werden die Vorräte stark verringert. Außerdem leistet das Klima einen Beitrag: Es kommt zu klimatischen Verschiebungen, welche die Wasservorkommen in bestimmten Regionen enorm verringern.

Ein weiteres Problem ist der verschwenderische Wasserumgang in den reichen Ländern. Zwar gelten wir Deutschen als vergleichsweise sparsam und brauchen den Vergleich mit unseren Nachbarländern nicht scheuen, aber dennoch verbrauchen wir im Vergleich zu Schwellenländern deutlich mehr Wasser. Experten prangern diese Verschwendung bereits seit Jahren an und warnen vor einer Erschöpfung der Trinkwasserreserven.

Ein direktes Investment in Wasser ist nicht möglich

Aufgrund dieser Entwicklung ist absehbar, dass die Bedeutung von Trinkwasser bzw. dessen Wert zwangsläufig steigen wird. Allerdings sind entsprechende Investments nur schwer umzusetzen. Anders als Rohstoffe, wie zum Beispiel Mais, Soja oder Weizen, wird Wasser an keiner Börse gehandelt. Daher besteht keine Möglichkeit, direkt in Wasser zu investieren und auf Wertzuwächse zu hoffen.

Dennoch ist es möglich, in Wasser zu investieren – zumindest indirekt. Am leichtesten gestaltet sich dies über den Kauf von Aktien. Mittlerweile gibt es zahlreiche Unternehmen, die Technologien rund um das Wasser, wie beispielsweise dessen Aufbereitung, entwickeln und verkaufen. Sollte deren Bedeutung am Markt steigen, dürfte sich dies auf die Aktienkurse positiv auswirken.

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