Zahnersatz ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Hat man aber eine Zahnersatzzusatzversicherung abschlossen, kann der Eigenanteil stark sinken.
Zwar gehört der Zahnersatz normalerweise nach wie vor zu dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen. Allerdings zahlt die Krankenkasse seit dem 01.01.2005 nicht mehr den prozentualen Anteil an Zahnersatz, sondern nur noch einen befundbezogenen Festzuschuss. Und dies auch nur unter der Voraussetzung, dass die zahnprothetische Versorgung notwendig und methodisch anerkannt ist. Der Zuschuss wird jetzt vom Befund abhängig gemacht und nicht mehr von der gewählten Therapie. Erhöhen kann man diese Festzuschüsse nur, wenn man brav mindestens 5 Jahre regelmäßig zum Zahnarzt geht und dies natürlich im Bonusheft dokumentieren lässt. Nach 5 Jahren gibt es 20%, nach 10 Jahren 30% mehr Zuschuss. Liegt der Patient nun über einer bestimmten Einkommensgrenze, kann es ihm passieren, dass er den restlichen Teil der Zahnarztrechnung aus der eigenen Tasche bezahlen muss.
Nicht jeder vertraut dem Amalgam im Mund und bevorzugt Inlays; und nicht jeder ist mit einer herausnehmbaren Zahnbrücke als Zahnersatz glücklich. Aber für Implantate zahlt die Krankenkasse nur in bestimmten Ausnahmefällen. Da bietet es sich unter Umständen an, die Zähne im preiswerteren europäischen Ausland richten zu lassen. Das bedeutet aber zusätzliche Kosten für Reise und Unterkunft, außerdem möchte nicht unbedingt jedermann Zahnschmerzen im wohlverdienten Urlaub haben, oder? Und was ist, wenn sich Komplikationen einstellen? Ein Kostenplan ist sowieso zuerst zu erstellen und muss dann noch genehmigt werden, wenn man zumindest einen Teil des Zahnersatzes von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt haben möchte, auch wenn man im Ausland arbeiten läßt.
Eine andere Alternative ist der Abschluss einer Zahnersatzzusatzversicherung, die die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen ergänzen. Voraussetzung für den Abschluss der Zusatzversicherung ist aber die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse. Privatversicherte können die Zahnersatzzusatzversicherung nicht abschließen. Wenn man zusätzlich versichert ist, werden schon mal aufwendigere Behandlungen bezahlt und der Eigenanteil sinkt. Je nach benötigtem oder gewünschtem Zahnersatz kann sich eins solche Zusatzversicherung mit ihren monatlich eigentlich geringen Beiträgen schnell bezahlt machen. Schließlich will jeder Mensch die anderen mit einem strahlenden Lächeln bei gesunden Zähnen verzaubern. Dies sollte doch bezahlbar sein!